"Sie müssen nicht die ganze Treppe sehen, machen Sie einfach den ersten Schritt.“
Stress gehört zum modernen Leben wie der Alltag selbst. Nicht jeder Stress ist gleich gefährlich, doch er steigert das Risiko für körperliche und seelische Beschwerden. Hoher Arbeitsdruck, Karriere, Familie, Freunde, Sport – Alltagsthemen, die chronischen Stress verursachen. Die Stressmedizin untersucht, wie Stressreaktionen den Organismus beeinflussen und wie Prävention, Diagnostik und Therapie helfen, Gesundheitsreaktionen zu optimieren.
Folgen chronischen Stresses: Die Nebennierenrinde produziert vermehrt Cortisol, was Heißhunger, Gewichtsschwankungen, Infektanfälligkeit, Verdauungsbeschwerden, Migräne, Hormonstörungen und Kreislaufprobleme nach sich ziehen kann. Langfristig kann dies zu Nebennierenschwäche, Müdigkeit, Tagesmüdigkeit und erhöhtem Koffein- bzw. Stimmungsbedarf führen. Bei Frauen zeigen sich häufig hormonelle Ungleichgewichte wie Migräne, PMS, Progesteronmangel oder ungewollte Kinderlosigkeit. Nebennieren beeinflussen außerdem die Bildung wichtiger Neurotransmitter wie Serotonin, Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin, weshalb ein Balanceverlust bei chronischem Stress zu Depressionen oder Angststörungen beitragen kann.
In der Praxis werden diese Regulationen geprüft und gezielt mit vielfältigen Instrumenten unterstützt. Ein ganzheitliches Konzept verbindet Stressreduktion mit sanfter Nervensystemregulation, Schlafhygiene und Regenerationstechniken, Blutzuckerregulation und ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung sowie individuell angepasste Nährstoffe. Funktionelle Medizin und unterstützende Maßnahmen des Hormonsystems fließen ebenso ein wie Lebensstil- und Arbeitsplatzberatung, sodass maßgeschneiderte Therapien entstehen. Ziel ist ein individuell angepasstes Gesamtkonzept, das Stress frühzeitig erkennt, Belastungen reduziert und das körpereigene Gleichgewicht wiederherstellt.